Möbel sind untrennbar mit unserer Lebensweise verbunden. Der Jugendstil stellt den ersten Schritt zu einer entschieden modernen Konzeption des Raums dar. Paul Cauchie konzipiert sein Wohnhaus in einem funktionellen Geist mit einer angenehmen Atmosphäre.
Die Flucht von drei Räumen im Erdgeschoss fügt sich perfekt zusammen und jeder illustriert die Talente von Paul und Lina: eine von unterschiedlichen Hintergründen inspirierte Inszenierung, ideal, um Gäste und Kunden zu empfangen.
Im Zimmer zur Straße hin integrieren sich die Sgraffitti in die geometrische Strenge des von Paul entworfenen von Quadrat und Kreis geprägten Mobiliars. Diese Formen, die bereits in der Fassade zu sehen sind, erscheinen wieder auf den Türen und auf den Möbeln aus gewachster Eiche.
Die Vertäfelung, die den unteren Teil der Wände bedeckt, besteht aus Lincrusta, einem neuen nahezu unzerstörbaren Material. Eine mit Karton verstärkte Leinwand wird mit einer Mischung aus Holzmehl und Leinöl versehen und anschließend zusammengepresst. Mit Musterwalzen wird ein plastisches Ornament eingeprägt.
Das mittlere Zimmer, ein vollkommener Würfel, Symbol für Stabilität und Weisheit, erhält Licht von beiden Seiten. Ursprünglich waren die Wände mit einem plissierten Stoff bedeckt, der mit einem mit Stencil bemalten Band dekoriert war. Ein Sgraffitto schmückt die Kaminwand.
Ins hintere Zimmer gelangt man durch ein Portal, das an ein Torii erinnert. Das Mobiliar, das sich durch seine Einfachheit auszeichnet, ist weiß gestrichen. Das in der Verglasung der Fenster und der Türen stets wiederkehrende zarte Lila erinnert an Mackintosh. Der Raum wird durch ein großes Fenster mit Licht versorgt: es lenkt den Blick zur Fassade des mit einem Sgraffitto verzierten Ateliers und zu dem nach oben offenen Patio.